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DSC 5499Konzert Kulturverein Kino Ebensee –

ein großartiger Stammgast namens Sterzinger begeistert wieder mal im Salzkammergut.

„Olles is nix ………..ohne di“!

So ähnlich erklärt Sterzinger mit seinen kongenialen Begleitmusikern  seine  Zuneigung.

Und seine Liebe, zur Musik, zu seinen manchmal hinterfotzigen, dann wieder verqueren Texten. Aber er formuliert auch seine Liebe zum Mitmenschen („irgendwie bin ich jetzt endlich im Alter, wo man sich so richtig verlieben kann!“)

Viele (auch ich!) waren irgendwie skeptisch ….Motto: „schon wieder“. Kommt doch der Stefan so gerne „dienstlich“ nach Ebensee („in dieses wunderbare Kino!“).

Aber dieser Besuch war zuerst „angekündigt“ und zum zweiten mehr als lohnend. Wir alle kennen den Wiener  Akkordeonist, Sänger und Songschreiber, der ja schon fast so etwas wie der „godfather“ der alten und vor allem der neuen Wiener Liedermacherszene sein könnte.  Wir alle schätzen seinen Schmäh, seinen „altersweisen“  Wortwitz,  seine Bereitschaft  zur ausufernden Erzählweise und seit dem vergangenen Freitag auch seine Vorliebe für großartige Musiker.

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Konzert Kino Ebensee mit den Nightingales am Freitag 9. November 2018DSC 4309

Die Nachtigallen flogen deftig und vor allem ………………Laut!!

Ich weiß jetzt gar nicht, ob Nachtigallen wirklich auch Nesterln bauen – aber sei‘s drum – die Nightingales haben mit Sicherheit Ihr Nest schon längst rund ums Kino Ebensee gebaut.

Und Nestpflege, auch wenn diese rauh akustisch erfolgt, unterliegt eigenen natürlichen Gegebenheiten – genau so vorsichtig  geht man ressumierend  mit Gästen wie den Nightingales um.

Wie bei Stammgästen so üblich, gibt es natürlich auch hier viele StammbesucherInnen. Und diese Fangemeinde ist über die Jahrzehnte numerisch gleich geblieben, aber nicht von der Zusammensetzung her. Das Älterwerden mischt natürlich auch die Stammbesucher auf.

Konzert Kulturverein Kino Ebensee 25. September 2018DSC 4113

„Goldenes“ September Konzert  im Kino Ebensee mit Vaudeville Etiquette.

Nicht nur das gegenwärtige Herbstwetter treibt die tollsten Blüten, nein auch der Konzert Herbst sorgt für Begeisterung.

Da kommt aus dem oft regnerischen Seattle eine gänzlich unbekannte Band wie ein laues Sommerlüfterl in den Kino Saal.

Es begann mit schönem Country Rock Gefühl mit viel großartigem  Pedal Steel Saitenspiel von Matt Teske. Dazu eine tolle und „bezierzende“  Vocal Performance von Tayler Linn. Alles auf Basis kongenialer Melodien mit viel Spannung und noch mehr Gefühl.

Post Rock Electronica  aus Österreich – eine echte Herausforderung für Ohren und Hörgewohnheiten.DSC 3714

Muscle Tomcat Machine (MTM) und Radian zeigen den State of the Art der avantgardistischen Musikszene des Alpenlandes auf.

Mit MTM  begann am 15. September beim Kulturverein ein anregender  und manchmal anstrengender Musikabend und damit  ein schönes Stück Musik – Kunst im Spannungsfeld zwischen virtueller und reeller Musikleistung. Ihr Konzert versteht sich eher als Aufeinandertreffen von Visuals verschiedener Provenienz auf elektronische Musik auf Gitarre und Drums – ergänzt mit viel digitalen und vorproduzierten Musikquellen.

Jazzfreunde Konzert am 24. Mai 2018 als absolutes Konzerthighlight!

Anat Fort nimmt die Zuhörer  bei der akustischen Hand und führt sie zu einsamen Musik – Gipfeln.

„Wenn wir eine Pianistin verpflichtet haben, dürfen wir immer wieder dem Klavier wegen nach Bad Goisern in LMS ausweichen“ – so Emilian Tantana bei seiner Eingangsmoderation. Und das ist auch gut so, denn nur so kommen wir in den Genuss von solchen Konzertpretiosen.

Und an diese Entscheidung wird er mit seinem Team genauso wie wir als Zuhörer noch lange zurückdenken.

Denn dieser Konzertabend gehört meiner subjektiven Entscheidungssicherheit nach zum Besten seit Jahren der Konzerttätigkeit der Jazzfreunde.

Warum das? Diese Anat Fort präsentierte schlicht und einfach ihr Klavierkonzert mit Begleitung und führte uns so spielerisch und einfach zu vielen Konzerthöhepunkten. Fast schon zu viel für einen Abend!

Sie hat ein wunderbares Einfühlungsvermögen für fließende Melodienseeligkeit, gepaart mit permanenter Drive- und Groovebereitschaft.

Um die einfach phantastischen Melodienanordnungen lauern bei Fort einfach ständig die angedeuteten Rhythmusausbrüche. Und das führt zu einem spannungsgeladenen Pianovortrag.

Die Folge ist eine unglaubliche Dynamik in ihrem Spiel und in den zugrunde liegenden kompositorischen Abfolgen. Dazu kommen ihre kongenialen Begleiter (vielleicht äußerst sich die wahre Größe eines Musikers erst in der Auswahl seiner Mitstreiter!?)

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