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Konzert Jochen Distelmeyer – Kulturverein Kino Ebensee am 19. Mai 2016

Schwebezustand, viele Erinnerungen, große Heiterkeit und Absage an die „Supersadness“

Jochen Distelmeyer begeistert im Kino Ebensee alte Blumfeld Fans und gewinnt mit seinen Songinterpretationen schnell neue „Follower“ – aber ganz ohne „Fa ….bo“

Ja, der Herr Blumfeld -Distelmeyer probiert sich seit Februar dieses Jahres an einem neuen Format. Er bringt in Ebensee beim gut besuchten Kino Konzert am vergangenen Freitag bei allerbester Stimmung und „good vibes all over“ seine Lieblingslieder von Aztec Camera bis The Verve. Aus seinen Songs werden schnell auch unsere „Best of Songs“ – zumindest an diesem Abend. Das spricht für seine Selektion – sage ich mal ganz einfach.

Irgendwie zelebriert er schon seine „Reifung“ zum Pop – Grandseigneur und man legt sich gerne (musikalisch gesehen) mit ihm auf die fiktive Couch. Schon fast dandyhaft greift er auf seine souveräne Stimme zurück und spielt diese in seiner Überzeugungsarbeit voll aus.

Ja, das ist schon irgendwie Wohnzimmermusik live am Fuße des „Sattel“ – auf „geweihtem Boden“ (Zitat: Distelmeyer!) – das funktioniert schon ganz gut.

Ob es auch wirklich relevant ist, das ist eine ganz andere Sache (siehe Ende der Kolumne). Aber dieses Hinterfragen hätte die ganz große Relaxness doch irgendwie gestört.

Man(n) und vor allem Frau folgt ihm gerne auf der in Englisch vorgetragenen Aufarbeitung seiner Lieblingssongs. Mit der Distanz von einigen Tagen, lernt man wieder die Bedeutung des „Wiederentdeckungswertes“ von großen Liedern richtig einschätzen. Irgendwie sind das aber auch „everybodys sweetest songs“!

Aber es ist auch genau die richtige Mixtur, um die 2 Tage vor „DER WAHL“ sich ausbreitende Katerstimmung zu vertreiben. Schnell wird alles im Saal „easy going“, aber die Realität hat uns (mich) schon längst wieder eingeholt in diesem so „getriebenen“ Land.

Dass ich gleich seine tolle Interpretation von Al Greens „Let’s stay together“ erkannt habe, macht mich stolz – toller Song und große Aussage – jawohl wir bleiben zusammen, habe ich meiner Frau dann auf der Heimfahrt zugeflüstert.

Der Herr Distelmeyer ist gewiss nicht mehr der große Prophet und Mutmacher der 90ige Jahre, in denen er mit Blumfeld den Deutsch – Pop auf neue Dimensionen brachte.

Obwohl bei seiner Live Version (im Zugabenteil) von „Wir sind frei“ wurde mir sozusagen am „Wahlvorabend“ doch (wieder!!) einiges klar. Und dieser Botschaft eines der besten Songs der 90iger Jahre kann ich mich nur anschließen. Das faßt für mich den ganzen Abend irgendwie zusammen. 

Komm sag es allen, wir sind frei Es gibt kein Müssen und kein Sollen Wenn wir nicht wollen Die Zeit der Heuchler ist vorbei Und ihrer Tyrannei Denn wir sind frei

Dem kann sich der Szenebeobachter nur anschließen – nehmen wir es als Denkanstoß – in diesen Tagen!!

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