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Meister des Melodrams – allerdings mit dünner Haut!

Mark Eitzel
DSC 6005 (USA) präsentiert sich bei seinem Konzert im Kino Ebensee als großer Interpret seiner hochkarätigen Songs – und flippt fast aus!
Er gilt ja seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Vertreter des „dramatischen“ amerikanischen Liedgutes – sozusagen ein großer Interpret der kleinen Sorgen.
Mark Eitzels leicht belegte und mal zerbrechlich, mal kraftvoll eingesetzte Stimme fällt auch in der Schar junger aktueller Songwriter immer wieder auf - und als Texter ist er nach wie vor einer aus der ersten Liga der aktuellen Songwriter. Kein Thema!



Er verliert sich geradezu in seinen Liedern – es sind schon fast so etwas wie „Klagelieder“ auf sparsamer melodischer Basis. Enden diese – steht Eitzel schon fast verloren auf der Bühne und damit seiner/unserer Welt.

Dabei helfen ihm seine großartigen Begleitmusiker – denen dürfte der große „Grantler“ und „Gepeinigte“ das Tourleben auch nicht gerade leicht machen.
Alles kommt überwiegend in Graustufen daher – zart und bitter.

Leben und Tod – darunter macht es der Eitzel erwartungsgemäß nie. In den Songs und den Kommentaren klingt immer wieder seine eigene Chronik des Schief- und Niedergangs durch. Er singt und spricht vom schweren Los des tourenden SingerSongWriters – klar das musikalischen Reisen durch die vielen Tourorte abseits von Learjets und großen Buffes schaut manchmal trist aus.
Das finden wir auch durchaus bemitleidenswert und wir schenken unsere Empathie dafür auch gerne her.

Aber als er aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen sich fast einen Abgang oder besser gesagt Abbruch seines Konzertes „leistet“ – schmälert doch ganz gewaltig die Sympathiewertung an diesem Abend.

Nur die routinierten und versierten Überzeugungskräfte der Wallingers konnten im „nicest concert venue of the world“ (Zitat Eitzel) das Schlimmste verhindern.

Trotzdem ein großer Konzertabend mit wunderbarer Musik, großen Texten und alle die Licht- und Schattenseiten des Rock n’Roll ausleuchtenden Aspekten
meint

der Szenebeobachter Roland Holzwarth



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