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Konzert Freakwater – Kino Ebensee – 24. September 2016

DSC 3109„Love it or leave it“!

Freakwater begeistern bei ihrem Konzert beim Kulturverein Kino Ebensee - nur teilweise.
Dann aber heftig. Bei Country Music scheiden sich eben schnell die Geister und Geschmäcker.
Aber bitte der Reihe nach.

„Freakwater are back“ – jawohl groß war die Freude, dass es diese Band mit dem Karrierehöhepunkt in den 90igern noch gibt. Die beiden Exponentinnen dieser Band Beveridge Bean und Catherine Irwin sind wohlauf, keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Und dann kommen sich auch noch nach 10 Jahren wieder zu uns nach Ebensee.
Über all die Jahre haben sich die beiden Damen der allseits üblichen Verwertungszyklen der populären Musik einfach mal so verweigert und entzogen. Dies hat den Preis, dass man aufgrund dieser Verweigerungshaltung und der notwendigen Neuorientierung einfach warten können muss, bei Freakwater waren das schlicht und einfach 10 Jahre.

Musikalisch sind sie keineswegs stehen geblieben, haben einfach mal so gelebt und andere Felder bearbeitet. Musikalisch gab es eine vorsichtige und gleichzeitig selbstbewußte Weiterentwicklung.

Zu sechst stehen sie gegenwärtig auf der Bühne und machen einfach ihre Musik – Country Folk!! Sie haben tolles Songmaterial im Gepäck, sind sehr country geerdet (zu viel?!) und manchmal etwas schleppend oder sagen wir einfach mal „zäh“ (würden andere sagen) unterwegs. 

Sehr reduziert, gewohnt feine Vokalsätze, große Botschaften in den Texten (Lichtjahre entfernt von den üblichen Country Klischees). Erst millimetergenaue Arrangements ermöglichen so dezent vorgetragene Songs.

Janet Beveridge Bean und Catherine Irwin prägen als Gründungs- und Stammmitglieder natürlich mit ihren Stimmen und Kompositionen das Repertoire der Band. Die Musik schmeckt irgendwie wie Zartbitterschoko mit einer dezenten Spur Chili – Fiedel und Banjo prägen den Sound. Irgendjemand hat dafür mal den Begriff „appalachian Folk“ kreeirt – OK – soll so sein.

Dazu eine mehr als fein vorgetragene Gitarre von …..mit manch einem dezenten Wah-Wah Effekt. Fast hätte ich den stoischen David Gay am Bass vergessen, großartiges rhythmisches Understatement – aber dennoch unverzichtbar für die Gesamtperformance von Freakwater.

Heiter ist diese Musik nicht wirklich – viele aus dem Publikum hat die gewisse Sperrigkeit der Songs schon fast „irritiert“.

Die Leute waren irgendwie gespalten, entweder „gefallen“ oder „don’t like“ - ein neutrales „Na – ja“ gibt es bei Freakwater nicht. Drum eben – „love it or…..“!
Ich habe, das ist nach diesen Zeilen schon längst klar, das erste bevorzugt. Trotzdem blieben beim Publikum viele Zweifel. Countryartiges a la Freakwater fördert gleich mal Geschmacksgrenzen zu Tage – siehe oben!

Mir hat’s gefallen, meint der Szenebeobachter     

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