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 Kino Ebensee – Konzert am 13. Mai 2016

 Der Balkan beginnt (endet) am “Löwen”!!?

Orges and the Ockus Rockus Band faszinieren mit ihrem musikalischen  Beitrag zu den Gedenkfeiern anlässlich der Befreiung des KZ Ebensee.

Jawohl – Gedenken an vergangene Schmach und Mahnen vor zukünftigen  politischen Tendenzen können und sollen auch Spaß machen.

 

Das haben im Kino Ebensee am vergangenen Wochenende Orges Toce und   seine famose „Banda“ grandios unter Beweis gestellt. Große Unterhaltung mit musikalischen und vor allem inhaltlichen Tiefgang.

Das war der Eindruck nach 2 Live Stunden mit countryesker balkanorienter Power Musik.

An diesem Abend   war der Balkan und seine durch viel Leid (und Elend) getränkte und gleichzeitig extrem an Lebensfreude interessierte und geprägte Musik sehr nahe am Kino Ebensee. Laut Klaus Wallinger müsste der Balkan ja bekanntlich am Traunseer Löwen enden oder doch gerade beginnen.

Diese ironisierte Frage ändert aber nicht viel am Blickwinkel – wir waren ja sowieso alle mittendrin – im Geschehen und somit im Balkan – musikalisch betrachtet!

Die Themen seiner Stücke wechseln zwischen kryptischen, soziopolitischen Kommentaren, Zurück-aufs-Land-Utopismus, Lobgesängen ans Fahrrad und alkoholisierter Philosophie.

Große Instrumentalisten (so unter anderem Drummer Christian Eberle) infizierten das Publikum über ihre musikalische Ausdruckskraft mit höchst ansteckender Lebensfreude. Diese schließt aber auch ein Erinnern an missliche Lebensumstände und soziale Ungereimtheiten mit ein.

Der Musikmix resultiert aus Fingerpikin Country Elementen, Swing Jazz Zitaten, Ska Rhythmus Andeutungen und balkanesken Musik Einflüssen.

„Chef“ Orges erinnert stimmlich daran, dass man in den 90igern auch in Albanien mehr als einmal Tom Waits hörte. Seine ganze Bühnenpräsenz und Attitüde erinnerte mich doch sehr an den großen „Raunzer“ aus den Vereinigten Staaten. Whisky getränkte und inspirierte Textbotschaften mit viel dramaturgischen Humor – gibt es so etwas überhaupt.?

Der ganze Abend war ein zündender und griffiger Appell an Toleranz und menschliche und vor allem soziale Weiterentwicklung   - kam aber ganz ohne den großen „Bewusstseins“ Zeigefinger aus.

Nur einfach Spaß haben, ich ordentlich körperlich durchschütteln lassen, nebenbei auch Zuhören und die gedankliche Weiterentwicklung funktioniert auf fantastische Art ganz von alleine

meint

Der Szenebeobachter

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