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thanks 469„Berge mit oder ohne Gnade“

Thanks zeigen beim Kulturverein Kino Ebensee die Bedeutung von musikalischer Gipfelstürmerei!!

„No Mercy in the Mountain“ – so nennen die jungen Leute aus dem regenreichen Oregon ihre ganz aktuelle neue CD. Dieses Album und vor allem die Live Performance sind ein einziger musikalischer Sturm auf die Gipfel dieser Welt.

Vielleicht nicht so sehr im bergsteigerischen Sinne, wie man das bei uns im Salzkammergut aufs Erste so annehmen könnte. Nein, bei Thanks sind die „Mountains“ vermutlich eher als Traumziele für musikalische und vokale Anstrengungen und vor allem Bestleistungen zu sehen.

Sie haben sich auf jeden Fall ordentlich viel vorgenommen und haben in ihren Rucksäcken auch das entsprechende Equipment und das Können, um uns die Zuhörer sozusagen auf ihre Expeditionen mitzunehmen. Ganz ohne Sauerstoff und vor allem ohne jegliche Anstrengungen erklimmen wir zeitweise unerschlossene musikalische Territorien.

Musikalisches Basislager sind ehr die dunklen Synthy-Rock'n Roll Klänge von Thanks.

Als Proviant bringen die Kids teilweise Country-Musik mit. Und so können sie auch auf dem Marsch nach oben auch zurückgreifen auf die klassischen Country-Themen Herzschmerz, Leid und dem Kampf mit den inneren Dämonen auf, dies allerdings mit Mumm und emporgestrecktem Mittelfinger.

Die Musik von Thanks ist manchmal dunkel wie bei einem plötzlichen Wetterumbruch und dann doch wieder wohlüberlegt, melodisch und ausdrucksstark bei gleißendem Berg - Sonnenlicht.

Die Songs pendeln zwischen kraftvollen Rocksounds und haben doch die emotionale Tiefe von feinem Songmaterial.

Vor allem Sängerin Jimi Hendrix (Namen??) verkörpert auf faszinierende Art und Weise den Spagat zwischen Verzweiflung „unterhalb des Gipfels“ und gleichzeitig die Kraft für die letzten Schritte ganz nach oben.

Man konnte angesichts der famosen Leistung nur „Thank You“ sagen für einen tollen Gig, für die ganz bewusste Selektion einer gänzlich unbekannten Band durch die Kino ProgrammiererInnen.

Diese Auswahltätigkeit sollte nie unterschätzt werden, wenn es darum geht, Großes aus dem großen Universum der „unbekannten“ amerikanischen Rockmusik zu entdecken. So werden echte Raritäten an die Oberfläche befördert und wir brauchen sie als Neuentdeckung nur mehr „konzertmäßig“ abzuernten!!

Meint der Szenebeobachter

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